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Tot überm Zaun

Ein Widerwillen gegen gewisse Orte

foto: ap/frank hormann
foto: ap/frank hormann

Der Zeitung "News" habe ich entnommen, dass Herr Dieter Bohlen, charmant wie immer, in Österreich nicht einmal "tot über dem Zaun hängen möchte". Dies ist, wenn ich ihn richtig verstehe, ein recht drastischer Ausdruck dafür, dass man sich an einem Ort sehr ungern aufhält, ja, dass man nicht einmal in seine Nähe kommen will.

Die Wendung mit dem "Zaun" war mir (im Gegensatz zum Wink mit dem Zaunpfahl) bis dato unbekannt – im analogen Fall hätte ich eher zur Formulierung gegriffen, dass ich in XY "nicht einmal angemalt" sein möchte. Aber man lernt nie aus – und vielleicht haben die p.t. Leser ja noch andere Sätzchen in petto, mit denen sie ihren ganz persönlichen Widerwillen gegen die eine oder andere Örtlichkeit zum Ausdruck bringen.

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at.

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