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Facebook will stärker gegen Falschmeldungen vorgehen und dabei auch verdächtige Nutzerkonten schließen. "Wenn Menschen auf Facebook wie im realen Leben auftreten, handeln sie verantwortungsbewusst", bei Fake-Accounts sei dies nicht der Fall, schrieb Facebook-Managerin Shabnam Shaik am Mittwoch in einem Blogeintrag. Letztere stünden in Verbindung mit Spam-Nachrichten.

30.000 womöglichen Fake-Konten

Verdächtige Konten werden nun gesperrt und ihre Betreiber aufgefordert, ihre Identität zu bestätigen. Betrüger tun dies laut Facebook für gewöhnlich nicht. In Frankreich sei das soziale Netzwerk so bereits bei 30.000 möglichen Fake-Konten vorgegangen.

Facebook arbeite daran, Spam, Falschinformationen und andere irreführende Inhalte zu reduzieren, die häufig über Fake-Accounts verbreitet würden, schrieb Shaik. Facebook sei bereits dabei vorangekommen, falschen Accounts durch Muster für deren Aktivitäten auf die Spur zu kommen – "ohne den Inhalt selbst zu überprüfen".

US-Präsidentschaftswahlkampf

Falschmeldungen auf Facebook hatten vor allem während des US-Präsidentschaftswahlkampfs im vergangenen Jahr die Runde gemacht. Das Netzwerk kündigte daraufhin Maßnahmen dagegen an. (APA, 13.4. 2017)