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Microsoft patentiert Browser-Funktion, die peinliche Momente vermeidet

25. November 2017, 11:18

Browser soll automatisch in den Inkognito-Modus wechseln, wenn etwa Pornos konsumiert werden

Microsoft hat für seinen Browser Edge ein Patent angemeldet, das wohl viele peinliche Situationen vermeiden könnte. Konkret soll bei Inhalten, mit denen der Nutzer nicht in Zusammenhang gebracht werden möchte, automatisch in den Inkognito-Modus gewechselt werden. Dieser ermöglicht, dass keine Spuren hinterlassen werden. Wenn dann ein anderer Nutzer den Browser verwendet, ist die vorherige Session somit nicht nachverfolgbar.

Bei Pornos oder sensiblen Informationen

Das Patent trägt den Titel "Automation of Browsing Mode Switching" und beschreibt darin mehrere Möglichkeiten, wie automatisch zwischen dem normalen und Inkognito-Modus gewechselt wird. Microsoft zählt etwa als Beispiel auf, dass bei der Nutzung von Erwachseneninhalten automatisch der private Modus getriggert wird. Der Konzern beschreibt an anderer Stelle aber auch, dass der automatische Wechsel etwa bei Portalen zu gesundheitlichen Problemen oder sensibler Inhalte ausgelöst wird.

Browser lernt dazu und analyisert Websites

Welche Websites automatisch den Inkognito-Modus auslösen, entscheidet Microsoft laut dem Patent anfangs selbst. Allerdings soll der Browser auch dazulernen. Wird eine gewisse Website besonders oft im genannten Modus genutzt, soll diese nach einer Weile auf der Liste landen und Edge dann automatisch wechseln. Microsoft beschreibt ferner Analysemethoden mittels Bild- und Spracherkennung, die diese Sammlung an "geheimen" Websites erweitern soll.

Auch Google überlegte Feature an

Wann und ob der Microsoft-Browser das Feature erhalten soll, verbleibt unklar. Google patentierte bereits vor zwei Jahren eine ähnliche Funktion, bisher wurde diese aber noch nicht implementiert. Es gibt mit "Inkognito This!" aber bereits Addons, die den Google-Browser halbautomatisch in den Inkognito-Modus versetzen.

Komplett unsichtbar ist man freilich nicht

Erwähnenswert sei noch, dass der private Modus zwar keinen Verlauf anlegt und Cookies speichert – komplett unsichtbar im Netz macht man sich damit aber nicht. Der Provider oder Geheimdienste können sehr wohl verfolgen, welche Websites im Netz besucht wurden. (dk, 25.11.2017)