Foto: Peter Steffen/dpa/AP

Freiheit für Phosphat-Döner

Einserkastl |
1. Dezember 2017, 17:14

Warum will uns die tyrannische EU schon wieder was verbieten?

Döner macht ja bekanntlich schöner (während: Baguette macht fett, und Sushi macht wuschi). Jetzt ist es aber so, dass die EU den Döner verbieten will (also, genau so ist das nicht, der Umweltausschuss des EU-Parlaments diskutiert die Frage, ob man das Phosphat im Döner verbieten soll, und es wird keine Mehrheit dafür geben, aber so genau nehmen wir das nicht bei den Krawallzeitungen.)

Wo waren wir? Ja, Döner. Oder Döner Kebab. Türkisch für: "drehendes Grillfleisch", besteht aus marinierten Fleischscheiben am Spieß, ursprünglich nur aus Lammfleisch, inzwischen auch Kalb, Rind oder Pute. Hat weitgehend das Burenhäutl aus der Wiener Straßencuisine verdrängt (wieso sagt do da Strache nix?).

Und warum will uns die tyrannische EU schon wieder was verbieten? Weil in den tiefgefrorenen Dönerspießen, die in geheimnisvollen Tiefen der Döner-Industrie hergestellt werden, ziemlich viel Phosphat steckt. Das ist aber gar nicht gut für die Nieren, und wer zu viele Phosphate im (industrialisierten) Essen zu sich nimmt, also wir alle, "altert schneller", sagt die medizinische Koryphäe vom Dienst, die immer von den Zeitungen angerufen wird. Phosphate sind nämlich auch im Fertig-Cappuccino und in etlichen Käsen enthalten.

Ja. Wie sagt H.-C.? "Zu einem guten Glas Wein oder Bier muss doch ein Zigaretterl möglich sein." Eh. Und zu einem richtig duftenden Döner gehört auch ein Phosphaterl. (Hans Rauscher, 1.12.2017)

Weitere Kolumnen von Hans Rauscher lesen Sie hier.