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EM 2020: Brüssel verliert Spielort-Status

7. Dezember 2017, 17:31

Auf Grund massiver Verzögerung beim Bau des Stadions in Belgien vergibt die UEFA vier Spiele mehr an London – Spielorte und Spielortpaare festgelegt – Eröffnungspartie in Rom

Nyon – Bei der Fußball-EM 2002 werden entgegen ursprünglicher Planungen keine Spiele in Brüssel stattfinden. Das gab die UEFA am Donnerstag nach der Sitzung des Exekutivkomitees in Nyon bekannt. Die vier Gruppenspiele der belgischen Hauptstadt gehen nun im Londoner Wembley-Stadion in Szene, wo auch beide Halbfinali und das Finale ausgetragen werden.

Verzögerung beim Bau des Brüsseler Stadions

Brüssel wurde das Gastgeberrecht wegen der massiven Verzögerung beim Bau des rund 300 Millionen Euro teuren EM-Stadions entzogen. Die UEFA hatte eine Frist bis zum 20. November gesetzt – bis dahin mussten alle nötigen Baugenehmigungen nach Nyon geschickt werden. Zwar sind dem Vernehmen nach Unterlagen eingereicht worden, mit der Aufnahme als Spielort für die erste paneuropäische EURO wurde es dennoch nichts.

Das Grundproblem des Großprojektes auf dem Parkplatz des Brüsseler EXPO-Geländes ist ein Konflikt mit der Gemeinde Grimbergen in der Provinz Flämisch-Brabant, der ein Teil des geplanten Stadion-Areals gehört. Die Flamen und die Wallonen sind in Belgien seit dem 19. Jahrhundert in tiefster Abneigung miteinander verbunden.

Elf Spielorte festgelegt

Als Spielorte wurden für das Pan-Europa-Turnier neben London folgende elf Städte bestätigt: Amsterdam, Baku, Bilbao, Budapest, Bukarest, Dublin, Glasgow, Kopenhagen, München, Rom und St. Petersburg. Das Eröffnungsspiel findet in Rom statt. Alle Gastgebernationen bestreiten zwei oder drei Partien der Gruppenphase in ihrem Heimstadion, sofern sie sich qualifizieren.

Spielortpaarungen

Das bedeutet etwa, dass Deutschland und Ungarn EM-Gruppengegner sind, sollten beide das Ticket für das Turnier lösen. München und Budapest wurden nämlich als Spielortpaarungen festgelegt. Gleiches gilt für Rom und Baku, St. Petersburg und Kopenhagen, Amsterdam und Bukarest, Bilbao und Dublin sowie Glasgow und London. (APA/sda, 7.12.2017)