Visualisierung: Signa/Chipperfield Architects

Hamburg: Signa darf den "Elbtower" errichten

8. Februar 2018, 14:34

Pläne von Chipperfield Architects überzeugten die Jury – Baubeginn ist 2021

Die Stadt Hamburg hat am Donnerstag bekanntgegeben, wer den "Elbtower" bauen darf: Es ist die Signa Holding des Tiroler Immo-Investors René Benko. Diese hatte sich mit den Plänen von David Chipperfield Architects im Wettbewerb um das Hochhausprojekt an den Elbbrücken durchgesetzt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), künftig wohl Finanzminister in Berlin, stellte im Rathaus die Pläne mitsamt Nutzungs- und Realisierungskonzept vor. Demnach wird der Büroturm, dessen Bau rund 700 Millionen Euro kosten wird, 233 Meter hoch werden, mit dem Bau soll 2021 begonnen werden. 2025 soll der Turm fertig sein.

Handel, Gastronomie, Entertainment, Büros

Er ist als gemischt genutztes Hochhaus mit ca. 104.000 m² Bruttogeschossfläche geplant. Im öffentlich zugänglichen Sockel sind "Entertainment- und Edutainmentflächen" geplant, außerdem Einzelhandel und Gastronomie. Darüber wird es halböffentliche Nutzungen wie Hotel, Boarding House, Fitness- und Wellnessbereiche sowie Co-Working-Flächen geben, in den Turmgeschossen dann Büroflächen.

Signa hat mit Chipperfield Architects schon das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck realisiert. Gemeinsam konnte man sich in dem einphasigen Bauherren-Auswahlverfahren durchsetzen, bis hin zur finalen Jury-Entscheidung Ende Jänner 2018.

Parlament muss noch absegnen

Am 6. Februar erfolgten die Zustimmung des Aufsichtsrats der HafenCity Hamburg Gmbh sowie die notarielle Beurkundung. Für die endgültige Absegnung der Pläne bedarf es aber noch einer Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft, also des Landesparlaments der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Entscheidung darüber wird für den Spätsommer 2018 erwartet.

Die Signa-Gruppe gehört bereits jetzt zu den größten Immobilienbesitzern in Hamburg. Benkos Unternehmen besitzt dort das "Kaufmannshaus", die "Alsterarkaden" sowie das "Alsterhaus". Inklusive "Elbtower" wird das Portfolio dann Wert von 1,5 Milliarden Euro haben. (red, 8.2.2018)