VW-Chef Müller soll in Fahrerflucht verwickelt gewesen sein

Müller war laut Medienberichten der Beifahrer bei einem Unfall im Jahr 2013 mit mehreren Verletzten

Im Bild: Matthias Müller (links) und Wolfgang Hetz (Mitte) im Jahr 2014.

foto: reuters/lott

Der ehemalige Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz soll laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" 2013 in Südafrika einen Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten verursacht haben – und geflohen sein. Sein Beifahrer war laut dem Bericht der heutige VW-Chef Matthias Müller.

Wie die Zeitung berichtete, ereignete sich der Unfall zwischen einer Teststrecke, die von VW und anderen Autokonzernen genutzt wird, und dem Hotel des Top-Managers in der Provinz Nordkap. Hatz soll eine rote Ampel ignoriert und zwei Kleinlaster von der Straße gedrängt haben. Dabei wurden sieben Menschen verletzt, wie die Zeitung unter Berufung auf die südafrikanische Polizei in Rosedale berichtete.

Unfall von Sprecher bestätigt

"Wir ermitteln gegen den Fahrer eines Porsche-Testfahrzeuges wegen rücksichtsloser Fahrweise und Unfallflucht", zitiert die "Bild am Sonntag" einen Polizisten aus Südafrika. Mittlerweile bestätigte ein Porsche-Sprecher dem "Spiegel Online", dass Hatz an jenem Tag in einen Unfall verwickelt war, es handelte sich um eine Konzernfahrt. Laut dem Sprecher wurde damals ein Anwalt eingeschaltet, der geklärt hätte, dass es keine Ermittlungen wegen Fahrerflucht geben wird. Die Beifahrer-Rolle von Müller wollte der Sprecher nicht kommentieren.

Hatz selbst sitzt derzeit in Untersuchungshaft, gegen ihn wird aufgrund der Abgasmanipultionen ermittelt. Der Ex-Manager war von 2001 bis 2007 bei Audi und wechselte später zu VW und in den Entwicklungsvorstand der Porsche AG. Im Zuge des Abgasskandals wurde Hatz 2015 von seinem Vorstandsposten beurlaubt. (red, 18.3.2018)

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