Die Pappel wurde zum "Baum des Jahres" 2018 gewählt

24. April 2018, 17:32

Anlässlich Tag des Waldes am 25. April – Bestand der Schwarzpappel besonders gefährdet

Wien – Die Pappel wurde vom Kuratorium Wald und dem Umweltministerium zum "Baum des Jahres 2017" gewählt. Anlass ist der Tag des Waldes, der am Mittwoch (25.4.) stattfindet. Die Pappel ist der schnellstwachsende Baum in Österreich und bietet wertvolle Lebensräume, teilte das Ministerium am Dienstag in einer Aussendung mit.

"Wir müssen unsere Lebensräume schützen, und die Pappel als Baum des Jahres ist ein schönes Zeichen für unsere Auwälder", sagte Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Der Tag des Waldes wurde 1951 von der UNO ins Leben gerufen und soll die Bedeutung des Waldes als grüne Lunge und Ökosystem für die Menschen hervorheben. Heuer wurde dafür mit der Pappel ein sehr rasch wachsender Baum ausgezeichnet. Die Zitterpappel ist beispielsweise nach 60 Jahren und einer Höhe von 30 Metern ausgewachsen. Neben ihr gibt es in Österreich mit Schwarzpappel und Silberpappel noch zwei weitere Arten. Dazu kommen zwei Hybride, die Graupappel und die Kanadapappel.

Schwarzpappel auf Roter Liste

Besonders gefährdet ist die Schwarzpappel, die sich auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten befindet. Da der Auwald als ihr natürlicher Lebensraum kaum mehr vorhanden ist, geht auch der Bestand immer mehr zurück. Die Schwarzpappel benötigt ein dynamisches Umfeld, in dem es immer wieder zu Überschwemmungen oder Eisstauungen kommt. "Es gibt viel zu tun, denn aus den Standortansprüchen der Pappel lässt sich dringende Handlungsnotwendigkeit ableiten", sagte Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Kuratorium Wald.

Das Umweltministerium hat kürzlich die Auenstrategie 2020+ veröffentlicht. Diese zielt beispielsweise darauf ab, die Verbindung zwischen Fließgewässern und Auen zu erhöhen. Dazu gehört auch das Ziel, die naturnahen Lebensräume von Auen wiederherzustellen und damit der Schwarzpappel wieder eine Heimat zu bieten. (APA, 24.4.2018)