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Goldene Apple Watch: 18.000 Euro teuer, nach drei Jahren obsolet

6. Juni 2018, 17:40

Die Luxusuhr bekommt kein Update auf watchOS 5 – und verliert damit außerhalb von Sammlerkreisen massiv an Wert

Nachdem Apple 2014 die Apple Watch erstmals vorstellte, brachte der Hersteller 2015 zu den "regulären" Modellen ab 400 Euro noch eine zweite, weitaus teurere Version aus 18-karätigem Gold auf den Markt. Gut 18.000 Euro waren dafür fällig, wie das Branchenmagazin "meedia" berichtet – bereits 2016 fiel sie wieder aus dem Angebot. Das immens teure Lifestyle-Produkt, welches eher mit Luxusmarken wie Patek Philippe und Rolex statt mit Tech-Uhren konkurrieren wollte, wird mit Herbst knapp drei Jahre später schon obsolet sein: Apple Watches der ersten Generation sind nicht mehr mit watchOS 5, der kommenden Version des genutzten Betriebssystems, kompatibel.

Teures Marketing, aber ein Flop

Wieviele Käufer die goldene Apple Watch der ersten Generation tatsächlich hatte, ist nicht bekannt. Allerdings wurde ihr Release mit einer offenbar sehr teuren Marketing-Kampagne begleitet. So trugen sie Prominente wie die Pop-Ikone Beyonce und der Modedesigner Karl Lagerfeld öffentlich. Auch Apples Designchef, Jon Ive, zeigte sie bei jeder Gelegenheit her. Viele Käufer wird sie wohl trotzdem nicht gehabt haben – sonst hätte Apple sie in der folgenden Generation ebenfalls angeboten.

Zahlreiche Features nach drei Jahren verwehrt

Nach knapp drei Jahren gibt es keine Updates mehr. Für ein Tech-Produkt ist das durchaus üblich, für eine Luxusuhr im Wert von 18.000 aber eher ein Novum. Dabei bringt die neue Version von watchOS (5), die im Herbst erscheint, zahlreiche Neuerungen. Neben neuer Modi zum Trainieren kommt auch eine Podcast-App, eine Art Walkie-Talkie-Funktion und ein Feature, welches es erlaubt, sich miteinander zu messen. Somit werden alte Apple Watches, auch die Version um 18.000 Euro, nur mehr für Sammler einen wirklichen Wert haben. (red, 6.6.2018)