Foto: getty images/istock

Sonnenschutz: Nicht nur am Strand gefragt

4. Juli 2018, 06:19

Die Sonne kennt keine Gnade. Sie verzeiht Unachtsamkeit nicht und wirkt lange Zeit nach. Die Folgen von Sonnenbränden machen sich erst Jahrzehnte später bemerkbar.

Absichtlich riskiert es wahrscheinlich kaum einer mehr. Wer Badehose oder Bikini anzieht, denkt meist auch an die Sonnencreme. Denn ja, die Sonne ist für viele Arten von Hautkrebs verantwortlich. Das hat sich herumgesprochen. "Ich weiß eh, irgendwie war ich im Wasser, und da habe ich es übersehen", sagt ein rotgesichtiger Freund an einem der letzten Montage. Sein Sonnenbrand ist ihm unangenehm. Glück hat er, dass er bereits über 18 ist.

"Es verdichten sich die Hinweise, dass Sonnenbrände bis zum 18. Lebensjahr für die Entstehung von Hautkrebs in späteren Lebensjahren eine Schlüsselrolle spielen", sagt Markus Dawid, Leiter der Dermatologie am SMZ-Süd in Wien. In der Ambulanz diagnostiziert er tagtäglich Hautkrebs und würde sich deshalb selbst niemals ohne Sonnenschutzfaktor 50 der UV-Strahlung aussetzen.

Patienten mit Basaliomen zum Beispiel kämen meist, weil sie denken, sie hätten eine Druckstelle von der Brille oder einen Pickel, der nicht heilt, erzählt er. Dieser sogenannte weiße Hautkrebs entsteht grundsätzlich an sonnenexponierten Stellen, über Augenbrauen, auf Glatzen und Nasen. Basaliome streuen zwar nicht und bilden keine Metastasen, beeinträchtigen aber die Unversehrtheit der Haut – Sonne ist spätestens ab der Diagnose ein richtiges Problem.

Regelmäßiges und sorgfältiges Eincremen ist alternativlos.
foto: getty images/istock

Zufallsbefunde

Dito bei aktinischen Keratosen, die Markus Dawid ebenfalls zunehmend häufig sieht. "Die Patienten haben ein trockenes, unangenehm raues Hautgefühl", beschreibt der Dermatologe, der diese Form nicht nur im Gesicht, sondern oft auch auf Handrücken entdeckt. Die durch die Sonne geschädigten Keratinozyten in den Hautschichten lösen sich als Krusten ab.

Die gefährlichste Form des Hautkrebses taucht allerdings auch an Hautstellen auf, die möglicherweise niemals direkt von der Sonne bestrahlt wurden. "Melanome sind oft Zufallsbefunde", so der Dermatologe, der deshalb den regelmäßigen Muttermalcheck empfiehlt. Forscher vermuten, dass sich die die Zellen schützenden Langerhanszellen durch das UV-Licht zurückziehen, und dann könne "alles Mögliche in den Hautzellen" passieren, so Dawid.

Wohlfühlfaktor

Insofern ist das regelmäßige und sorgfältige Eincremen alternativlos für alle, die ihre Haut langfristig intakt halten wollen. Die Sonnenschutzhersteller arbeiten glücklicherweise an der Optimierung des Eincremeerlebnisses. Mit Sonnenschutzsprays macht sich niemand mehr die Finger klebrig, auch der weiße Film auf der Haut ist ein Phänomen der Vergangenheit, weil die Texturen der Cremen jedes Jahr leichter werden und diese so schneller einziehen.

Sonnenschutz ist nicht nur Strandsache: Auch wer mehr als 20 Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt oder gern in der Abendsonne ein Bier trinkt (und dabei Fußball im Freien schaut), sollte das mit LSF tun. Eincremen tut ja nicht weh. (Karin Pollack, RONDO, 7.2018)

Weiterlesen:

Schöne Stücke zum Baden an Alter Donau oder Côte d'Azur

Was in die Reiseapotheke muss

Eucerin Photoaging Control, LSF 50 (21,65 Euro)

foto: hersteller

Galderma Daylong Sensitive Face Creme (34,60 Euro)

foto: hersteller

La Roche Posay Anthelios-Gesichtsspray (13,95 Euro)

foto: hersteller

Ringana Fresh Sunscreen LSF 20 (37,80 Euro)

foto: hersteller

Kiehl's Ultra light Daily CC Cream (40 Euro)

foto: hersteller

Aesop Protective Facial Lotion (47 Euro)

foto: hersteller

Sensai Silky Bronze Cream for Face (99,50 Euro)

foto: hersteller

Coola Classic Sunscreen, LSF 50 (38,50 Euro)

foto: hersteller