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Rapid unterliegt 1:2 gegen Slovan Bratislava

9. August 2018, 23:37

Verdiente Niederlage für Grün-Weiß nach Eigentor von Barac und vergebenem Elfmeter von Alar

Bratislava – Ein verpatzter Europacup-Abend aus österreichischer Sicht ist mit einer Rapid-Niederlage zu Ende gegangen. Die Wiener verloren das Hinspiel in der dritten Qualifikationsrunde für die Europa League bei Slovan Bratislava völlig verdient mit 1:2 (1:1). Zwar ging Rapid schnell durch Kapitän Stefan Schwab in Führung (12.), Vasil Boschikow gelang noch vor der Pause der Ausgleich.

Eigentor von Barac

Die Entscheidung fiel durch ein Eigentor von Rapid-Verteidiger Mateo Barac (49.). Den Wienern verhalf nicht einmal ein Elfmeter zum Ausgleich, Deni Alar vergab in der 83. Minute. Das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) im Allianz Stadion. Der Aufsteiger aus dieser Begegnung trifft auf den Sieger des Duells Steaua Bukarest gegen Hajduk Split. Das Hinspiel in Split endete 0:0.

Rapid-Trainer Goran Djuricin veränderte seine Mannschaft gegenüber dem enttäuschenden 1:1 gegen Altach in der Meisterschaft nur an einer Position. Für Neuzugang Andrei Ivan brachte er Veton Berisha aufgrund dessen Schnelligkeit. Berishas Einsatz war aber kein Hinweis auf eine Kontertaktik Rapids. Die Gäste übernahmen vor 9.563 Zuschauern von Beginn an die Initiative und kamen bald zu Chancen. In der dritten Minute wehrte Slovan-Tormann Dominik Greif einen gefährlichen Schuss von Alar aus 17 Metern ab.

Schon in der zwölften Minuten gelang Rapid die Führung. Nach einer Ecke von Thomas Murg kam Schwab rund zehn Meter vor dem Tor völlig frei an den Ball und schob überlegt ein. Doch auch die Gastgeber fanden in der Folge Chancen vor. Vor allem den spielstarken Marokkaner Moha Rharsalla bekam die Rapid-Abwehr nur schwer in den Griff. In der 20. Minute rettete etwa Schwab als letzter Mann gegen Moha.

Knasmüllner an die Querlatte

Je länger das Spiel dauerte, desto seltener wurden die gelungenen Offensivaktionen der Grün-Weißen. Für einen Höhepunkt sorgte zunächst nur noch Christoph Knasmüllner, der mit einem Schuss aus dem Mittelkreis über den viel zu weit vor dem Tor postierten Greif hinweg die Querlatte traf. Dass Rapid kaum mehr etwas für das Spiel tat, rächte sich noch vor der Pause. Denn auch auf der anderen Seite traf der Kapitän nach einer Ecke. Boschikow kam in der 29. Minute unbedrängt zum Kopfball und erzielte den Ausgleich.

Auch nach dem Wechsel kam Rapid zunächst besser ins Spiel, Berisha vergab in der 48. Minute die erste herausgespielte Rapid-Chance nach langer Zeit. Fast im Gegenzug gelang Bratislava allerdings die Führung. Eine Hereingabe von Aleksandar Cavric bugsierte Innenverteidiger Barac ins eigene Tor. Schon bis dahin tat sich Rapid schwer, der Rückstand verunsicherte die Gäste aber sichtlich. Gegen die sicher stehenden Slowaken fanden die ideenlosen Wiener kein Mittel.

In der 55. Minute hatte Djuricins Mannschaft Glück, noch nicht weiter in Rückstand zu geraten. Nach einer Ecke für Slovan segelte Rapid-Tormann Richard Strebinger am Ball vorbei, die Gastgeber konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Die größte Chance auf das dritte Tor vergab Cavric für die Slowaken in der 74. Minute aus kurzer Distanz.

Alar vom Punkt erfolglos

An der verdienten Niederlage für die Wiener konnte auch das Debüt von Neuzugang Jeremy Guillemenot nichts ändern, der in der 77. Minute eingewechselt wurde und sein Debüt für Rapid gab. Auch ein Elfmeter für Rapid änderte nichts mehr am Ergebnis. Alar wurde im Strafraum gefoult, trat selbst an und scheiterte an Greif, er kam zwar nochmal an den Ball, beförderte diesen wohl per Kopf auch über die Linie, noch bevor er von einem Verteidiger weggeschlagen wurde, doch der Schiedsrichter entschied nicht auf Tor.

Immerhin blieben die erwarteten Fan-Ausschreitungen sowohl vor als auch während dem Spiel aus. (APA, 9.8.2018)

Qualifikation zur Fußball-Europa-League, 3. Runde, Hinspiel:

SK Slovan Bratislava – SK Rapid Wien 2:1 (1:1)
Bratislava, Stadion Pasienky, 9.563, SR Pawel Raczkowski/POL. Rückspiel am 16. August (20.30 Uhr) in Wien – der Aufsteiger spielt im Play-off gegen den Sieger aus Hajduk Split gegen Steaua Bukarest.

Torfolge:
0:1 (12.) Schwab
1:1 (29.) Boschikow
2:1 (49.) Barac (Eigentor)

Slovan: Greif – Apau, Salata, Bajric, Boschikow – Nono (87. Rabiu)- Cavric, Holman (46. Savicevic), Drazic (90. Laczko), Moha – Sporar

Rapid: Strebinger – Potzmann, Sonnleitner, Barac, Bolingoli – D. Ljubicic, Schwab – Murg (78. Guillemenot), Knasmüllner (68. Ivan), Ve. Berisha – Alar

Gelbe Karten: Moha, Nono, Salata, Holosko bzw. Murg, Potzmann, Bolingoli

Anm.: Alar scheiterte mit einem Foulelfmeter an Greif (83.).

Stimmen:

Goran Djuricin (Rapid-Trainer): "In den ersten 25 Minuten haben wir das Heft klar in der Hand gehabt und waren klar besser. Aber die Niederlage geht aufgrund der zweiten Hälfte in Ordnung. Das Auswärtstor war wichtig. Die Ausgangslage ist nicht so schlecht."

Martin Sevela (Slovan-Trainer): "Uns ist gelungen, was wir uns vorgenommen haben, wir haben gewonnen. Die erste Hälfte war nicht ganz nach unserem Geschmack. Bei der ersten Standardsituation von Rapid haben wir nicht gut verteidigt. Die Reaktion darauf war aber in Ordnung, wir haben den Ausgleich geschafft. Nach der Pause haben die Spieler mit voller Kraft gespielt und mit der Überzeugung, gegen ein österreichisches Topteam mithalten zu können. Wir haben den Gegner dazu gezwungen, ein Eigentor zu schießen. Schade um unsere Chancen, wir hätten da auch noch mehr Tore schießen können. Für uns ist die Ausgangslage gut, wir haben jetzt in Wien eine reelle Chance. Es ist aber noch alles offen, wir müssen einfach versuchen dort gut zu spielen."

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