Mieten zogen in fünf Jahren um 20 Prozent an

12. September 2018, 13:44

Die Nettomieten legten stärker zu als die Betriebskosten

Wien – Das Anmieten einer Wohnung hat im zweiten Quartal dieses Jahres im österreichweiten Schnitt 7,8 Euro pro Quadratmeter im Monat gekostet, geht aus Daten der Statistik Austria vom Mittwoch hervor. Im Jahr 2013 lag dieser Wert noch bei 6,6 Euro, jeweils inklusive Betriebskosten. Das entspricht einer Teuerung um 20 Prozent.

Die Nettomieten legten um 23,4 Prozent und damit stärker zu als die Betriebskosten (plus 10,5 Prozent). Die reinen Betriebskosten erhöhten sich in diesen fünf Jahren von 1,9 auf 2,1 Euro pro Quadratmeter. Zuletzt betrugen sie monatlich im Schnitt 133 Euro pro Wohnung. Gegenüber dem Vorjahr blieben sie unverändert.

517,7 Euro im Durchschnitt

Für eine Wohnung in Hauptmiete waren zwischen April und Juni 2018 im Schnitt 517,7 Euro inklusive Betriebskosten zu bezahlen. Das waren 2,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Für die Erhebung zog die Statistik Austria die Daten von 1,6 Millionen Wohnungen heran; 2013 waren es noch knapp 1,5 Millionen Wohnungen.

Wohnkosten belasten stark

Fast jeder dritte Befragte in Österreich kämpft spürbar mit seinen Wohnkosten. Für 29 Prozent ist es schwierig oder sehr schwierig, die Miete oder Kreditrate zu begleichen, geht aus einer Onlineumfrage der ING-Bank hervor, die in 13 europäischen Ländern durchgeführt wurde. In Österreich wurden mehr als 1.000 Personen für die ING International Survey befragt.

37 Prozent der befragten Österreicher verbrauchen demnach ein Viertel bis zur Hälfte ihres Einkommens für das Wohnen, 13 Prozent sogar noch mehr. (APA, 12.9.2018)