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"Betrugsmasche": Disney dreht "Star Wars"-Spiel vor Release ab – ohne Geld-Rückerstattung

14. September 2018, 10:03

Bis zu 100 Dollar konnten für Helden investiert werden – Bis 11. Oktober spielbar

Disney hat vor dem offiziellen Release das Ende des Free2Play-Mobile-Games Star Wars Rivals bekanntgegeben. Das Spiel wird bereits am 11. Oktober abgedreht, bis zu diesem Zeitpunkt sind auch keine In-Game-Käufe mehr möglich. Bereits getätigte Käufe für das Spiel werden laut dem Milliardenkonzern auch nicht zurückerstattet.

Diese Meldung bekamen Spieler eingeblendet.
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Bis zu 100 Dollar konnten eingeworfen werden

Bisher konnte das Mobile-Game nur in ausgewählten Regionen gespielt und getestet werden. Mikrotransaktionen waren Teil der Testphase, zwischen fünf und 100 Dollar konnten für das Spiel ausgegeben werden. Dieses Geld wird nun nicht mehr zurückgegeben, immerhin kann das Game bis zum 11. Oktober gespielt werden.

So hat sich "Star Wars Rivals" gespielt.
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"Was für eine Betrugsmasche"

Wie Gamestar.de berichtet, reagieren einige Spieler enttäuscht und auch erbost über die Abschaltung ohne Rückerstattung. "Gute Arbeit, EA", merkt ein Nutzer auf Reddit an. "Der Entwickler und der Publisher haben totalen Blödsinn gebaut. Keine Rückerstattung für ein Spiel, das nie das Betastadium verließ? Was für eine Betrugsmasche", schrieb ein anderer User.

Singleplayer- und Multiplayer-Modus

Das Game hätte laut anderen Nutzern großes Potenzial gehabt. Im Juni 2017 wurde es in Australien und Neuseeland veröffentlicht – auch in Kanada konnte es gespielt werden. Es war für Android und iOS verfügbar und brachte mehrere Singleplayer-Kampagnen und einen Multiplayer-Modus mit. Helden konnten freigespielt oder mit Echtgeldbezahlung freigeschalten werden.

Wir sprechen über Lootboxen.
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PR-Debakel rund um "Battlefront 2"

Nun ist das Game offenbar dem PR-Debakel rund um Star Wars: Battlefront 2 zum Opfer gefallen. Das Fortschrittsystem entfachte eine große Debatte über Mikrotransaktionen in Spielen. Nach lautstarken Spielerprotesten entschied man sich letztlich dazu, das System zu überarbeiten und Besserung zu geloben. Mit dem Mobile-Game wollte man wohl einen weiteren Imageschaden vermeiden – ob das so nun auch gelingt, bleibt offen. (red, 14.9.2018)