Foto: Marcio Jose Sanchez /AP

Erste Benchmarks: Neue iPhones kaum schneller als ihre Vorgänger

14. September 2018, 11:56

In Multicore-Test schneidet A12-Prozessor sogar etwas schlechter als sein Vorgänger ab – Apple nutzt erstmals 4 GB RAM

Mit jeder neuen iPhone-Generation verbessert Apple auch seine eigenen Prozessoren. Für iPhone Xs und Co. kommt nun also der A12 Bionic zum Einsatz, und wenn man Apples Angaben vertraut, soll dieser signifikante Performance-Verbesserungen bringen. Nun gibt es erste Benchmarks, die gewisse Zweifel an diesem Versprechen nähren.

Die größten Neuerungen und Mankos der neuen Apple-Smartphones.
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Benchmark

Im Testlauf bei Geekbench zeigt sich ein überraschendes Ergebnis: Der A12 ist nämlich nur marginal schneller als sein Vorgänger – und in Teilen sogar langsamer. Während der Prozessor beim Single-Core-Test mit einem Wert 4.813 einen um rund 10 Prozent besseren Wert liefert, ist der Multi-Core-Test sogar etwa langsamer: 10.266 statt 10.800 Punkte gibt es hier.

Disclaimer

Freilich gibt es hierbei einige Punkte relativierend anzumerken: Einerseits ist der A12 damit noch immer flotter als die mobilen Prozessoren der Konkurrenz. Vor allem aber ist Geekbench ein rein synthetischer Benchmark, der über reale Performance am Gerät nur begrenzt Aufschluss gibt. Zudem testet er ausschließlich die CPU-Geschwindigkeit – Apple verweist aber vor allem auf Fortschritte bei der Grafikleistung und bei der Abwicklung von Maschinenlernaufgaben.

RAM

Zumindest verrät der Geekbench-Eintrag aber noch ein weiteres Detail: Das iPhone Xs ist nämlich das erste Apple-Smartphone mit 4 GB RAM – der Vorgänger kam noch mit 3 GB aus. (red, 14.9.2018)