Grafik: Google

Google Assistant bekommt neues Design und zusätzliche Features

4. Oktober 2018, 11:12

Künftig sollen grafische Elemente stärker im Vordergrund stehen – Direkte Kontrollen für Smart-Home-Geräte

Der Google Assistant steckt nicht nur im Kern von smarten Lautsprechern wie Google Home, er wird auch mit praktisch allen aktuellen Android-Smartphones ausgeliefert. Zudem gibt es den digitalen Helfer auch für Apples iOS. Nun verpasst Google der mobilen Variante seiner Software eine Generalüberholung.

Update

In einem Blogposting kündigt Google eine Auffrischung für das Design des Google Assistant an. Konkret bedeutet dies vor allem, dass Ergebnisse nun öfter grafisch aufbereitet werden. Auf diese Weise wolle man gleich auf den ersten Blick nützliche Infos liefern, betont der Hersteller. Zudem lässt sich mit vielen dieser Elemente jetzt interagieren. Ein Beispiel hierfür: Fordert man den Assistant dazu auf, die Helligkeit des Lichts zu ändern, wird parallel dazu ein Regler dargestellt, über den man eine exakte Anpassung vornehmen kann.

Bereits mit einem früheren Update hat man die "proaktive" Ansicht des Google Assistant eingeführt. Dabei handelt es sich um einer Art indirekten Nachfolger von Google Now. Es werden also auf einer Seite die wichtigsten Informationen für die folgenden Tage angezeigt – vom aktuellen Wetter über Kalendertermine bis zu Reisedetails. Auch werden an dieser Stelle regelmäßig zu einer gewissen Uhrzeit vorgenommene Aktion zum Schnellzugriff angeboten. Mit dem Update wird all dies nun leichter erreichbar: Es reicht nun den Assistant aufzurufen und nach oben zu swipen, um in diese Ansicht zu kommen.

Weitere Verbesserungen gab es bei der Spracheingabe von Textnachrichten: Hier ist es nun möglich vor dem Versenden noch manuelle Korrekturen für das Gesprochene vorzunehmen, also etwa die Interpunktion zu verbessern, und falsch erfasste Wörter zu korrigieren.

Entwicklung

Parallel dazu gibt es einige Änderungen für Entwickler also für die Integration von Drittservices in den Assistant. So können hier nun auch animierte GIFs und andere grafische Elemente verwendet werden, um die Darstellung anzureichern. Außerdem erleichtert Google die Abwicklung von Käufen, und hier vor allem die Verzahnung zwischen den Accounts bei Google und dem jeweiligen Partner. Erste Tests hat man hier mit Starbucks durchgeführt, wo es nun mit einem Klick möglich ist, Google- und Starbucks-Accounts zu verbinden, um künftig mittels Assistant bestellen zu können. Ebenfalls neu: Es ist jetzt möglich direkt im Assistant digitale Güter zu kaufen – also etwa Abos abzuschließen. Diese Möglichkeit beschränkt sich derzeit aber auf die USA.

Unter Android soll die neue Version in den kommenden Tagen an sämtliche User freigeben werden. Ein entsprechendes iOS-Update soll ebenfalls folgen, wartet laut Angaben von Google derzeit aber noch auf die Freigabe von Apple. (apo, 4.10.2018)