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Chrome 70 trennt Google- und Browser-Accounts wieder

17. Oktober 2018, 10:41

Warnung vor unverschlüsselten Seiten verschärft – Support für neues Videocodec AV1 und PWAs unter Windows

Mit Chrome 69 hat Google eine Änderung an seinem Browser vorgenommen, die für einige Aufregung gesorgt hat: Wurden dabei doch die Logins für die Google-Seite sowie den Browser vereinheitlicht. Auch wenn die Aktivierung der Datensynchronisation damit nicht automatisch einherging, sahen sich viele Nutzer durch diesen Schritt überrumpelt. Nun bessert Google nach.

Trennung

Chrome 70 bringt eine neue Option, die es ermöglicht die Google- und Chrome-Logins wieder getrennt zu halten. Damit ist es dann etwa möglich, sich bei Gmail einzuloggen, ohne automatisch auch den Browser mit seinem Account zu verbinden.

Weiter geht Googles Push für verschlüsselte Verbindungen im Web: Mit der neuen Version wird nun mit einer roten "Nicht sicher"-Anzeige gewarnt, bevor man Daten – also etwa Login und Passwörter – in Formularfeldern eingibt. Eine weitere Sicherheitsverbesserung: Der Fullscreen-Modus wird nun automatisch verlassen, wenn eine Dialogbox auf einer Seite geöffnet wird. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Nutzer auch im Blick haben, mit welcher Webpage sie da gerade interagieren. Immerhin wird bei der Vollbildansicht sonst die Adresszeile ausgeblendet.

Erweiterungen

Bereits vorab angekündigt wurde eine sicherheitsrelevante Verbesserung für Erweiterungen: Die Nutzer können jetzt die Berechtigungen von Extensions gezielt auf einzelne Webpages begrenzen. Unter macOS ist es ab sofort möglich, Touch ID zur Authentifizierung mit Webseiten zu verwenden.

Eine weitere Neuerung ist die Support von Progressive Web Apps in der Windows-Version von Chrome. Dieser browserübergreifende Standard wurde bisher nur unter Chrome OS unterstützt, soll nun aber nach und nach in allen Versionen von Chrome verfügbar gemacht werden. Außerdem bringt Chrome 70 erstmals das neue Videocodec AV1 mit. Diese versteht sich als Nachfolger von VP9 und wird von den meisten großen Herstellern unterstützt. Bisher versteht sich dies aber noch als Experiment, zumindest gibt es aber schon ein paar Youtube-Videos zum Ausprobieren. Zu all dem kommt dann noch die gewohnte Fülle an Sicherheitsbereinigungen.

Chrome 70 steht für Windows, Linux, macOS und iOS zum Download. Die Ausgaben für Android und Chrome OS sollen in den kommenden Tagen folgen. (apo, 17.10.2018)