Linzer Theatervertrag: Kostenübernahme darf nicht zu Lasten anderer gehen

11. Dezember 2018, 15:09

Die Kulturplattform Kupf OÖ fordert Zusage von Landeshauptmann Stelzer

Die Kulturplattform OÖ (Kupf OÖ) zeigt sich in einer Reaktion erfreut über die am Freitagabend erfolgte Zusage des Landes, die Finanzierungslücke der Theaterholding auszugleichen. Zugleich will sie allerdings auch eine persönliche Garantie des Landeshauptmanns und Kulturreferenten Thomas Stelzer (ÖVP), "dass die dafür notwendigen Mittel zusätzlich ins Kulturbudget fließen müssen". Die Zusage, den Ausstieg der Stadt Linz finanziell aufzufangen, dürfe nicht zu Lasten der restlichen Kulturlandschaft gehen, etwa unabhängiger Kultureinrichtungen. Es flössen "ohnedies bereits 94% des gesamten Kulturbudgets in die öffentlichen Einrichtungen".

"Trauerspiel"

Nachdem am Donnerstag vergangener Woche im Linzer Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ der Ausstieg aus dem Theatervertrag mit dem Land Oberösterreich beschlossen wurde, kündigte Stelzer am Freitag die komplette Kostenübernahme an. In einem Interview mit dem ORF OÖ erklärte er, dass das Land "das Loch stopfen" werde. Damit wolle er unter dieses "Trauerspiel einen Schlussstrich" ziehen.

Der für Anfang 2020 aufgekündigte Theatervertrag sieht vor, dass Linz rund 14 Millionen Euro an die Theater und Orchester GmbH (TOG) des Landes – zu der Landestheater und Bruckner Orchester gehören – bezahlt. Dafür überweist das Land rund sieben Millionen an die städtische LIVA mit Brucknerhaus, Posthof und Tips-Arena. (red, APA, 11.12.2018)