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Freiwillige: Feuerwehr fordert vom Bund Entschädigung für Firmen

16. Jänner 2019, 10:48

Der Salzburger Landesfeuerwehrkommandant findet, dass Arbeitgeber nicht unentschädigt ihre Mitarbeiter freistellen sollten

Wien – Nach den Rekordschneemengen der vergangenen Tage entspannt sich die Wetterlage schön langsam. In den kommenden Tagen dürfte sich die Situation weiter normalisieren. Nur noch wenige Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Für jene Tausende Freiwilligen Helfer, die beim Schneechaos fast zwei Wochen lang im Einsatz waren und dafür von ihren jeweiligen Arbeitgebern freibekamen, fordert nun der Salzburger Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter vom Bund eine Entschädigung. "Mir platzt schön langsam der Kragen, dass wir keine Möglichkeit finden, vom Bund eine Entschädigung zu bekommen, wenn ein Arbeitgeber einen Helfer von der Arbeit freistellt – egal, ob das nun die Feuerwehr ist oder zum Beispiel auch die Bergrettung", sagte Winter zum ORF Salzburg. "Wenn das nicht rasch gelingt, dann gefährdet man für die Zukunft das Freiwilligen-System."

Zumindest der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) steht dieser Idee positiv gegenüber. "Ich denke, dass sie im Zuge der Steuerreform eingebracht werden kann. Da sollten nach genau definierten Kriterien Tagsätze abgeschrieben werden können. Das wäre immerhin eine Geste gegenüber den Unternehmern, die ihre Mitarbeiter für Hilfseinsätze freistellen." (APA, red, 16.1.2018)