Das sind die teuersten Brücken und Tunnel Europas

5. Februar 2019, 06:00

Neben Mautgebühren müssen Auto- und Wohnmobilfahrer auch für die Benutzung von Brücken oder Tunnels Geld zahlen. Manchmal richtig viel

An die Mautgebühren auf Europas Straßen hat man sich schon gewöhnt. Aber viele europäische Länder erheben auf einige Tunnel und Brücken nochmals zusätzliche Gebühren. Campanda, eine Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, hat die Gebühren von allen 36 kostenpflichtigen Tunneln und 30 Brücken in Europa verglichen.

Dabei kam heraus, dass die teuerste Brücke Europas Dänemark und Schweden verbindet: Stolze 104 Euro müssen Wohnmobil-Fahrer berappen, wenn sie die Öresundbrücke überqueren wollen, während PKW mit 52 Euro nur die Hälfte kosten. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Brücken-Tunnel-Kombination, denn auch der Drogdentunnel ist im Preis inbegriffen.

Wohnmobile zahlen drauf

Auf der zweitplatzierten Storebaeltbrücke müssen Autofahrer mit 51 Euro ähnlich tief in die Tasche greifen, für Wohnmobile werden 85 Euro fällig. Auf Platz drei für Wohnmobile folgt die Viaduc-de-Millau-Brücke in Frankreich mit mehr als 27 Euro.

Für PKW hingegen landet griechische Rio-Andirrio-Brücke auf dem dritten Platz, da hier für die Nutzung 13 Euro fällig werden. Mit einer Gebühr von unter einem Euro (45 Cent PKW, 68 Cent Wohnmobil) ist die Dunham-Bridge in Großbritannien, die günstigste Brücke Europas.

Tunnel von Italien nach Frankreich am teuersten

Im Vergleich zur Brückennutzung sind die Tunnel-Gebühren preiswerter. Die höchste Nutzungsgebühr fällt in Italien auf dem Weg nach Frankreich an. Sowohl für den Mont-Blanc-Tunnel als auch für den Fréjus-Tunnel müssen PKW-Fahrer mit über 45 Euro rechnen, während 60 Euro für die Fahrt im Reisemobil fällig werden. Einen Euro günstiger ist die Fahrt andersherum von Frankreich nach Italien.

Auf Platz drei der teuersten Tunnel liegt der Große St. Bernhard Tunnel, der die Schweiz und Italien verbindet: Für PKW-Fahrer werden knapp 27 Euro fällig, die Gebühren für Wohnmobile belaufen sich auf knapp 42 Euro.

Deutlich günstiger ist die Nutzung der österreichischen Tunnel, deren Gebühren für PKW zwischen 5 und 11 Euro liegen. Allerdings ist Kraftfahrzeugen über 3,5 Tonnen die Nutzung beispielsweise des Bosrucktunnels oder des Gleinalmtunnels untersagt. Einzige Ausnahme ist der Felbertauerntunnel, für dessen Nutzung sowohl PKW als auch Wohnmobile mit 11 Euro denselben Preis zahlen müssen.

Der günstigste Tunnel Europas, zumindest für Autos, ist der deutsche Herrentunnel mit 1,70 Euro. Den günstigsten Tunnel finden Wohnmobilisten hingegen in Großbritannien, 1,91 Euro kostet die Nutzung des Kingsway-Tunnel. (red, 5.2.2019)

Der gesamten Brücken- und Tunnelindex von Campanda ist hier zu finden.