Gmail: Google arbeitet angeblich an Übernahme vieler Inbox-Features

3. Februar 2019, 16:37

Screenshot aus angeblicher, interner Testversion zeigt Reminder und Bundles

Die Zukunft des E-Mails: Mit solchen und ähnlichen Versprechungen hat Google vor einigen Jahren recht vollmundig seinen alternativen GMail-Client Inbox vorgestellt. Doch die breite Masse wollte nicht so wie Google wollte, und so blieb Inbox bis zuletzt ein Nischenprodukt. Eines, das sich aber eine eingeschworene Fangemeinde erarbeitet hat, die über das nahende Ende von Inbox alles andere als glücklich ist.

Angesichts dessen hat Google bereits vor Monaten versprochen, dass einige zentralen Features von Inbox noch zeitgerecht bei Gmail übernommen werden sollen. Bisher ist davon allerdings nicht viel zu sehen, nun macht ein aktueller Bericht aber Hoffnung in diese Richtung.

Beleg

Auf Reddit wurde ein Screenshot gepostet, der eine interne Version von Gmail zeigen soll, mit der Google gerade die Integration einzelner Inbox-Features testet. Quelle soll ein Google-Mitarbeiter sein, der natürlich unerkannt bleiben will, immerhin ist die Entwicklung derzeit noch streng geheim.

Zu den abgebildeten Features gehört die Anzeige von Remindern, die eine zentrale Rolle bei Inbox einnehmen. Diese werden in einigen Google-Produkten unterstützt – nicht zuletzt beim Google Assistant und somit auch den Google-Home-Geräten. Mit dem Ende von Inbox gäbe es dann aber keinen übersichtlichen Anlaufpunkt am Smartphone dafür mehr, insofern würde sich die Integration in Gmail oder alternativ bei Google Tasks empfehlen.

Bundles

Ebenfalls zu sehen sind Bundles, also thematisch gruppierte Mails. Schon vor einigen Monaten war zu hören, dass Google solche Bundles auch in Gmail einführen will, zuletzt war aber davon zu hören, dass sich diese nur auf die Reiseorganisation beschränken soll.

Der Reddit-Poster betont, dass es sich dabei um nur eine von vielen Design-Iterationen handelt, die man bei Google gerade ausprobiere. Eine Garantie, dass es irgendetwas davon in eine stabile Version der App schafft, gibt es insofern also nicht. (apo, 3.2.2019)