Special Place in Hell

Einserkastl |
6. Februar 2019, 22:41

Der EU-Wahlkampf droht zu einem Verblödungsfestival zu werden

Ein "spezieller Platz in der Hölle" werde für jene Rabiat-Brexiteers gesucht, die den Brexit vorangetrieben haben, ohne auch nur die Skizze eines Plans dafür zu haben", sagte EU-Ratsspräsident Donald Tusk bei einem Treffen mit dem irischen Premier Leo Varadkar.

Das wird das "trio infernal" aus den Brexiteers Boris Johnson, Nigel Farage und Jacob Rees-Mogg aber nicht kratzen. Ein politischer Scharlatan, ein skrupelloser Populist und ein Musterexemplar des arroganten Upperclass-Briten – sie alle haben dazu beigetragen, dass Großbritannien ein Land geworden ist, das sich nicht vernünftig selbst regieren kann; und dass die EU sich mit einer überaus unerfreulichen Situation herumschlagen muss.

Der irische Premier meinte zu Tusk: "Sie werden dir dafür in der britischen Presse schreckliche Probleme bereiten." Er benannte damit jene elenden Schundblätter, die mit völlig durchgeknallten Lügen ihre Leser und damit einen entscheidenden Teil der Bevölkerung blöd gemacht haben.

Der EU-Wahlkampf droht auch bei uns zu einem Verblödungsfestival zu werden, wenn man sich ansieht, was die rechtspopulistischen "EU-Skeptiker" in Politik und Medien, in Wirklichkeit heimliche "Öxit"-Anhänger, bereits aufführen. Man muss sie nicht unbedingt in die Hölle wünschen, aber man wird klar sagen müssen, wo sie hingehören: in die Abteilung für bösartige Clowns der Weltgeschichte. (Hans Rauscher, 6.2.2019)

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