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Mark Zuckerbergs Schwester "hasste" es, bei Facebook zu arbeiten

7. Februar 2019, 09:34

Randi Zuckerberg beklagt fehlende Diversity im Silicon Valley und erzählt, dass ihr Bruder beinahe einen McDonalds eröffnet hätte

Auftritte von Familienmitgliedern können für Berühmtheiten zur heiklen Sache werden: Zu groß ist die Gefahr, dass diese aus Unerfahrenheit mit Medieninterviews Peinlichkeiten erzählen oder ihre Verwandten anders bloßstellen. Bei Randi Zuckerberg muss sich ihr Bruder, Facebook-Gründer Mark, diese Sorgen eigentlich nicht machen. Seine Schwester ist äußerst PR-erfahren, seit Jahren tritt sie selbst als Aktivistin für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Erscheinung.

"Immer die einzige Frau im Raum"

Es ist also auszuschließen, dass Randi Zuckerberg die momentane Aufregung einfach so "passiert" ist. Die entzündet sich an einem Satz, den Zuckerberg im Interview mit CNN aussprach. Dort erzählte sie über ihre Arbeit bei Facebook. Sie "hasste es, immer die einzige Frau im Raum zu sein".

Nach mehreren Jahren sah sie "keine andere Möglichkeit, als zu gehen". Sie verstehe nicht, warum es "noch immer" so sei, dass Frauen im Silicon Valley so unterrepräsentiert seien. Ihr zynischer Tipp: Mit einem männlich klingenden Vornamen wie "Randi" habe man eine höhere Chance, Meetings zu ergattern.

Auch zu Facebooks aktuellen Problemen nahm Zuckerberg Stellung. Sie arbeitete vor allem am Livestreaming-Service Facebook Live. In dessen Anfangszeit war sie idealistisch und freute sich, "jedem eine Stimme gegeben zu haben". Jetzt denke sie sich, "Oh Gott, wir haben jedem eine Stimme gegeben".

Enge Familienbande

In den vergangenen Jahren verteidigte Zuckerberg ihren Bruder regelmäßig. Prinzipiell hat sie zu ihm eine äußerst enge Verbindung. Mark Zuckerberg beendete etwa ein Meeting mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama frühzeitig, um einen Auftritt seiner Schwester am Broadway sehen zu können. Zur Gründung von Facebook wäre es übrigens beinahe nicht gekommen: Der Vater der beiden Zuckerbergs bot ihnen und ihren zwei weiteren Geschwistern an, statt einer College-Ausbildung ein McDonald's-Restaurant zu betreiben. Alle vier lehnten ab. (red, 7.2.2019)

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CNN