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Apple belohnt 14-Jährigen doch für Fund von Facetime-Bug

8. Februar 2019, 10:15

Die Sicherheitslücke erlaubte es Nutzern, sich zu Gruppenanrufen hinzuzufügen; deren Entdecker erhält Geld für seine Ausbildung

Apple wird den 14-jährigen US-Amerikaner Grant Thompson für sein Aufspüren einer schweren Sicherheitslücke belohnen. Thompson hatte herausgefunden, dass Nutzer sich jederzeit zu einem Gruppenanruf hinzufügen und somit mitlauschen können. Der Bug hatte weltweit für Aufsehen gesorgt, Apple hat Facetime nun mit einer neuen iOS-Version (12.1.4) geschlossen.

Kontaktaufnahme mit Apple

Anfangs wollte Apple nicht eingestehen, dass Thompsons Mutter den Konzern auf die Lücke aufmerksam gemacht hatte. Nun wurde der Teenager jedoch offiziell als Entdecker des Facetime-Fehlers anerkannt. Neben einer nicht bekannten Geldsumme wird Apple auch in die künftige Ausbildung des 14-Jährigen investieren, hieß es.

Belohnung für iOS-Lücken

Apple bietet momentan für Hinweise auf iOS-Bugs eine Belohnung. Bei macOS-Lücken zahlt der Konzern jedoch nicht. Das führt zu der paradoxen Situation, dass ein Sicherheitsforscher einen brisanten Bug in macOS nicht nennen will. Er fordert, dass Apple ihn für seine Arbeit bezahlt. Große IT-Konzerne schreiben Belohnungen aus, da die Lücken am Schwarzmarkt begehrt sind. Einige Hacker entscheiden sich dafür, mit iOS-Bugs Geld zu verdienen; diese kommen dann bei Angriffen von Kriminellen oder Behörden zum Einsatz. (red, 8.2.2019)