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Supersauber: Neurotisch mit Keimen

17. Februar 2019, 14:00

Diese Saison verwende ich erstmals Hand-Sanitizer – aus Angst vor Fieber, Schnupfen und Heiserkeit. Bisher hat's funktioniert

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Das ist ein blöder Spruch, der auf mich leider nicht zutrifft. Ich kenne die Influenza-Zahlen (steigend), ich weiß um die Masernepidemien (Impfmüdigkeit). Außerdem sehe ich meine hustenden und verschnupften Kollegen im Büro und denke mir besorgt: Die greifen dieselben Türschnallen wie ich an.

Die Wahrheit ist: Ich habe überhaupt keine Lust, krank zu werden. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich Influenza, und das obwohl ich geimpft war. Pech also! Und gut ist, dass ich mich dieses Jahr nicht habe abhalten lassen und wieder geimpft bin. In dieser Saison wirkt die Impfung, habe ich gelesen – und freue mich für mich selbst.

Bleibt aber trotzdem der Graus vor den Türschnallen, Haltestangen und sonstigen Orten, an denen viele Menschen ihre Fingerabdrücke lassen. Wenn ich sie ohne Handschuhe angreife, dann verwende ich jetzt einen Hand-Sanitizer. Die kleinen Flasche aus dem Drogeriemarkt wohnt in meiner Handtasche und ist allzeit bereit.

Nur kurz nass

Ein paar Spritzer, die sich wie Wasser anfühlen, und ich bin beruhigt. Zugegeben ist das nasse Gefühl auf der Hand fern jedes Waschbeckens gewöhnungsbedürftig. So wie der Geruch: Es riecht irgendwie alkoholisch, verfliegt aber schnell und trocknet auch gleich wieder.

Seit Dezember habe ich drei kleine 50-Milliliter-Fläschchen verbraucht und jedes Mal wieder mit Genuss den Satz "Beseitigt 99,9 Prozent der Bakterien und Viren" gelesen. Der steht nämlich auf so gut wie allen Produkten. Vielleicht sind meine Hände deshalb ein bisschen rau und trocken und die Fingernägel brüchig geworden. Aber das ist mir meine Angst vor grippalen Infekten wert. Bisher scheint das Desinfizieren auch gut funktioniert zu haben: Bis auf einmal Schnupfen bin ich von allen Bakterien und Viren verschont geblieben. Ich wünsche mir selbst mit dem Hand-Sanitizer weiterhin toi toi toi. (Karin Pollack, 17.2.2019)

In eigener Sache

Auch wir Gesundheitsredakteure des STANDARD sind immer wieder mal krank. Und wir würden gern gesünder, fitter und krankheitspräventiver leben. Was wir für unser eigenes Wohlbefinden ausprobieren, was wir im Dschungel unseres Gesundheitssystems alles erleben und was wir tun, wenn es uns selbst dreckig geht, beschreiben wir hier – als Otto Normalverbraucher, sozusagen. Und Achtung: Misery loves company – wir freuen uns über Tipps, Tricks und Resonanz.

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