Foto: APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY

Apple bricht eigene App-Store-Regeln mit aufdringlicher Push-Werbung

19. Februar 2019, 05:55

iPhone-Besitzer sollen zum Kauf eines Apple-Music-Abos gedrängt werden – Anderen Apps ist dies verboten

In den offiziellen Regeln für Apples App Store gibt es eine Passage, die sich mit den Push-Benachrichtigungen beschäftigt. Darin heißt es. "Push-Benachrichtigungen (...) sollten nicht für Werbung oder Direktmarketing genutzt werden". Wie es scheint, ist Apple aber unter den richtigen Umständen auch dazu bereit Ausnahmen zu machen: Nämlich, wenn es um sich selbst geht.

Werbung

iPhone-Nutzer berichten, dass Apple seinen Musik-Streamingdienst über Push-Benachrichtigungen direkt auf dem Smartphone bewirbt. Konkret wird hier ein zusätzliches und kostenloses Monat für jene angeboten, denen man Apple Music empfiehlt, wie 9to5Mac berichtet.

Damit verstößt Apple auch nicht das erste Mal gegen die betreffende Regel. So hatte man den Service schon vor kurzem dazu genutzt, um ehemalige Apple-Music-Nutzer wieder zu einem Abo zu locken. Auch hat das Unternehmen vor einiger Zeit Push-Benachrichtigungen für die eigenen Folgen von "Carpool Karaoke" verschickt. Und wer Mitglied des iPhone Upgrade Programms ist, wird auf diesem Weg darüber informiert, wenn neue Modelle verfügbar sind. Letzteres dürfte allerdings deutlich weniger kontrovers sein, als die aufdringliche Bewerbung von Apple Music.

Keine Reaktion

Eine Stellungnahme von Apple zu den Vorwürfen gibt es bisher noch nicht. Genervte Nutzer können aber auch selbst handeln und der vorinstallierten Apple-Music-App in den Systemeinstellungen kurzerhand das Versenden von Benachrichtigungen verbieten. (red, 19.2.2019)