Foto: Commander "Deluvian"

"Elite Dangerous"-Spieler reisen 600 Stunden, um User zu retten, der seit November im All verloren ist

20. Februar 2019, 11:23

Spektakel kann auf Twitch mitverfolgt werden – User begeistern immer wieder mit netten Aktionen

Vor drei Monaten wagte Elite: Dangerous-Spieler Deluvian Reyes Cruz eine lange Reise ins Unbekannte. Er wollte so weit wie möglich in unbekannte Regionen des Universums des Games vordringen. Allerdings scheiterte sein Vorhaben, weil er die Menge des Treibstoffs fehlkalkulierte. Nach 600 Stunden Flugzeit ging dem Mann also der Sprit aus. Somit war der Spieler gefangen in den Unweiten des Alls.

foto: commander "deluvian"

"Fuel Rats" retten Commander

Cruz kann allerdings auf den Support der Elite: Dangerous-Community setzen. Fünf Spieler rücken aktuell aus, um den Commander zu retten. Insgesamt 65.788 Lichtjahre müssen die sogenannten "Fuel Rats" fliegen, um Cruz zu retten. Dabei wird eine Kette gebildet, da die Schiffe allesamt nicht genug Treibstoff mit sich tragen können. Zwei der fünf "Fuel Rats" werden somit den Commander erreichen.

Ankunft am 23. Februar

Auf Twitch kann die spektakuläre Rettungsaktion mitverfolgt werden. 600 Stunden müssen circa einberechnet werden, bis Cruz überhaupt einmal erreicht wird und dann gerettet werden kann. Die Spieler, aber auch Zuseher müssen somit viel Zeit einberechnen. Die "Fuel Rats" sind bereits länger unterwegs – am 23. Februar soll das Schiff von Cruz erreicht werden.

elite dangerous

"Wholesome" Community

Die Community von Elite: Dangerous sorgt immer wieder mit diversen Aktionen für Aufsehen. 8.000 Spieler reisten etwa gemeinsam 18 Wochen lang ans Ende des Universums. Ein anderes Mal ließ ein Spieler seinen toten Schwager im Spiel auferstehen. Einem krebskranken Gamer wurde außerdem der letzte Wunsch erfüllt – er wollte vor seinem Tod noch einmal ein entferntes Sonnensystem besuchen. Etliche Spieler reisten in Folge gemeinsam mit dem Kranken zum Ziel.

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Worum geht es bei dem Game

Elite: Dangerous erschien am 16. Dezember 2014 und bringt im Grunde kein Spielziel mit sich. Spieler sollen gemeinsam den Weltraum erforschen und sich Kämpfen und Handeln hinwenden. Entwickler Frontier Developements integriert bei dem Spiel laufend neuen Content, damit den Usern auch genug neuer Inhalt geboten wird. Laut dem Studio soll die Galaxie des Games mittlerweile 400 Milliarden Sternensysteme und "unendliche Freiheit" mit sich bringen. Das Spiel für PC, Playstation 4 und Xbox One kostet aktuell um die 25 Euro und ermöglicht in der PC-Version auch eine VR-Ausgabe. (dk, 20.2.2019)