Malawi untersucht Anstieg der Gewalt gegen Albinos

7. März 2019, 18:01

"Angriffe, Entführungen und Morde" von Menschen mit der Pigmentstörung – Heiler sprechen Körperteilen magische Kräfte zu

Lilongwe – Malawis Präsident Peter Mutharika hat angesichts der zunehmenden Gewalt gegen Albinos eine Untersuchungskommission eingesetzt. Die Experten sollen die "Angriffe, Entführungen und Morde" von Menschen mit der Pigmentstörung untersuchen, erklärte das Präsidentenamt am Donnerstag.

Die Kommission soll bis Ende April einen Bericht mit Handlungsempfehlungen zum Schutz der Minderheit erstellen. Seit 2014 wurden in dem Land im südlichen Afrika 24 Albinos getötet und 160 weitere angegriffen, wie eine örtliche Vertretung von Menschen mit Albinismus erklärte.

Dabei handelt es sich um eine Pigmentstörung, die zu besonders heller Haut führt. Nur weil sie anders aussehen, werden Albinos in vielen Ländern Afrikas diskriminiert und marginalisiert. In manchen Ländern, etwa in Tansania und Malawi, werden immer wieder Albinos entführt oder getötet, weil traditionelle Heiler ihren Körperteilen magische Kräfte zuschreiben. (APA, 7.3.2019)