Wiener Lehrerin soll Kinder über Jahre erniedrigt haben

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19. März 2019, 20:06

Volksanwaltschaft prüft Vorwürfe

Wien – Eine Lehrerin an einer AHS in Wien-Währing soll Schüler über Jahre erniedrigt haben. Laut einem Bericht in der ORF-Sendung "Wien heute" prüft nun die Volksanwaltschaft den Fall. Eltern hatten Beschwerde eingebracht. Der Pädagogin wird auch Willkür in der Benotung vorgeworfen. Der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer (SPÖ) sagte in der Sendung: "So kann lernen nicht funktionieren."

Der Bildungsdirektor für Wien spricht über die Vorwürfe.
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Die Mathematiklehrerin soll regelmäßig gegenüber ihren Klassen Aussagen wie "Wenn Ihr euch umbringt, macht das wenigstens nicht in der Schule" oder "Liegt Dummheit in eurer Familie?" getätigt haben. Ein Vater erzählte, Kinder sei der Gang aufs WC verwehrt worden oder sie mussten in der Ecke sitzen. Viele Schüler seien wegen der Lehrerin auch in Therapie gewesen, erzählten zwei ehemalige Schülerinnen dem ORF. Die Lehrerin hat gegenüber dem ORF keine Stellungnahme abgegeben.

Es ist nicht das erste Mal, dass Beschwerden gegen die Frau nachgegangen wird. Dazu sagte Himmer, es habe nie klare rechtliche Tatbestände gegeben, um die Lehrerin aus dem Dienst entfernen zu können. "Es stand immer Aussage gegen Aussage." Zu den angeblichen Äußerungen der Pädagogin meinte der Bildungsdirektor: "So etwas darf nicht passieren." (APA, 19.3.2019)