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Aufregung bei Bayern nach "Trainingsvorfall" zwischen Lewandowski und Coman

12. April 2019, 14:23

Trainer Kovac bestätigt handfeste Auseinandersetzung zwischen den beiden Spielern

München – In München fliegen schon mal die Fäuste, wenn zum Beispiel am Oktoberfest die eine oder andere Maß Bier zu viel in den Schlund gekippt wurde und aufgestaute Aggressionen wirkungsvoll abgebaut werden. Aber auch abseits der Wiesn sind derlei Auseinandersetzungen nicht auszuschließen, auch nicht bei den Fußballprofis des FC Bayern. Deren Trainer, Niko Kovac, hat am Freitag eine handfeste Auseinandersetzung beim Training des deutschen Rekordmeisters bestätigt. Es habe am Donnerstag einen "Trainingsvorfall" gegeben, es sei dabei zu "Handgreiflichkeiten" gekommen, sagte der 47-Jährige am Freitag. Die "Bild"-Zeitung hatte tags zuvor von einer "Schlägerei" zwischen Stürmerstar Robert Lewandowski und Flügelflitzer Kingsley Coman berichtet.

Dem Bericht zufolge sollen die beiden Profis des Bundesliga-Tabellenführers in der Vormittagseinheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit aneinandergeraten sein. Demnach habe Lewandowski (30) beim Positionsspiel zunächst in Richtung Coman (22) gemeckert, ehe es zu einem Wortgefecht gekommen sei. Darauf hätten sich beide Spieler ins Gesicht geschlagen.

Auch den beiden hinzugeeilten Abwehrspezialisten Niklas Süle und Jerome Boateng sei es nicht gelungen, die beiden Streithähne zu trennen. Dies sei erst durch die Unterstützung weiterer Mitspieler erfolgt. Nach dem Vorfall sollen beide Profis zur Überraschung der Kollegen weitertrainiert haben.

Kovac führte aus, dass es nach dem Training "zu dritt" ein Gespräch gegeben habe. Die Angelegenheit sei "unter Männern geregelt worden", sagte Kovac. "Die beiden haben sich entschuldigt, es tut ihnen sehr leid. Es gibt keine Geldstrafe, weil die Jungs einsichtig waren. Das ist damit ad acta gelegt", sagte der Bayern-Coach. Auf die Frage nach dem Auslöser des Streits entgegnete Kovac: "Emotionen. Im Training gibt's Emotionen." Man könne die Angelegenheit aber auch positiv bewerten: "Wir leben!" (sid, APA, red, 12.4.2019)