Foto: "Concrafter"

Influencer darf nicht gratis in einen Club und blamiert sich mit Rachevideo

19. April 2019, 16:06

Luca "Concrafter" Scharpenberg trat gleich zweimal ins Fettnäpfchen, weil er nicht kostenlos in einen Club durfte

Youtuber und Influencer Luca Scharpenberg, der online unter seinem Alias "Concrafter" bekannt ist, versuchte kürzlich kostenlos in einen Club in Düsseldorf zu kommen. Der 23-Jährige wollte dort mit seinen Freunden gratis feiern und auch aufs Haus trinken. Das Angebot an den Betreiber lautete, dass er eine Instagram-Story postet, in der er die Location markiert. Dafür solle er freien Eintritt, einen Tisch im VIP-Bereich und kostenlose Getränke erhalten. Der Manager des Clubs war allerdings kein "Concrafter"-Fan und gab ihm eine klare Absage: "Die Sache ist, der Laden läuft auch ohne deine Posts gut", bekam der Influencer zu hören.

concrafter | luca

"Arrogant auf einem hohen Level"

Der 23-Jährige reagierte daraufhin mit einem bösen Video. Er verstehe die Reaktion des Clubs nicht, da dies bei anderen Locations auch kein Problem ist. Außerdem soll der Club "unprofessionell" gehandelt haben und ihm gegenüber "arrogant auf so einem hohen Level" aufgetreten sein. Die Reaktionen seiner 3,7 Millionen Abonnenten auf Youtube fielen dann allerdings doch nicht so aus, wie er sich das vorgestellt hatte. Das fast vierzehnminütige Video wurde rund eine Million Mal angesehen und erhielt durchgehend negative Postings und Daumen nach unten. "Du hast komplett den Bezug zur Realität verloren", merkte ein User an.

Name des Clubs nicht genannt

Scharpenberg ging daraufhin in die Offensive und legte sich mit den Youtube-Kommentatoren an und löschte etliche negative Postings. "Wenn der Typ kein Bock auf eine Kooperation hat, dann teilt man es der Gegenseite eigentlich klar, direkt und respektvoll mit – das war keineswegs der Fall", verteidigt sich der 23-Jährige. "Die Person hat sich über mich als Person lustig gemacht, sich über mich gestellt und über mich geurteilt, obwohl er mich nicht persönlich und gerade mal seit 20 Minuten über Whatsapp kannte", erklärte Scharpenberg ferner. Den Namen der Düsseldorfer Location nannte er übrigens nicht, da er diesem "in keiner Form Aufmerksamkeit" geben wolle.

concrafter | luca

Zweites Video geht ebenso nach hinten los

Eine Woche später veröffentlichte der Youtuber dann noch ein weiteres Video zu der Causa und setzte sich erneut ins Fettnäpfchen. So sagte er in dem neuen Clip, dass er sich Gedanken dazu gemacht hatte und er "dünnhäutig" auf eine Situation reagiert habe, die "überhaupt keiner Rede wert war". Er wolle nun daraus lernen und sich für die Zukunft verbessern und an sich arbeiten. Die knapp eine Minute lange Entschuldigung dürfte Scharpenberg allerdings etwas zähneknirschend aufgenommen haben, wie viele Kommentatoren anmerken.

Kommentatoren ärgern sich über Influencer

"Das macht er nur, weil er so viel Hate bekommt. In Wahrheit denkt er trotzdem, dass er Recht hat und der Club arrogant war", merkt etwa ein User an. Ein anderer Nutzer schreibt, dass Scharpenberg "sein wahres Gesicht" zuvor gezeigt hat. "Das Video wirkt nicht ernst gemeint. Wahrscheinlich ist es einfach nur wegen dem Shitstorm", ärgert sich zuletzt ein weiterer User. Negativen Einfluss auf die Popularität des Influencers hatte der Fauxpas übrigens nicht – die Videos des 23-Jährigen werden immer noch hunderttausende Male angeklickt. (red, 19.4.2019)