Foto: "Outer Wilds"

"Outer Wilds": Spiel durch Crowdfunding finanziert und plötzlich Epic-exklusiv

13. Mai 2019, 09:37

Unterstützer fühlen sich betrogen, weil ihnen Steam-Veröffentlichung versprochen wurde

Das Open-World-Exploration-Game Outer Wilds wurde mittels Crowdfunding finanziert. Fast 1000 Unterstützer steuerten mehr als 126.000 Dollar bei. Ziel von Entwickler Mobius Digital waren 125.000 Dollar. 20 Dollar konnten mindestens investiert werden, ein Unterstützer steuerte sogar 10.000 Dollar bei. Mit einer Ankündigung hat es sich der Entwickler aber nun mit einem Großteil der Stifter verscherzt. Konkret soll das Game nun nämlich exklusiv im Epic Games Store angeboten werden.

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Kooperation soll Entwicklung ermöglicht haben

"Während der Entwicklung haben wir Partnerschaften mit Annapurna Interactive, Xbox und Epic abgeschlossen, die es uns möglich gemacht haben, lange genug an dem Spiel zu arbeiten, um dieses in der heutigen Qualität auszuliefern. Sämtliche Kooperationen haben dazu geführt, dass das Game besser wurde und von mehr Nutzern gespielt werden kann", stellte das Indie-Studio mittels Blogeintrag klar. Wie lange Outer Wilds exklusiv im Epic Games Store verfügbar sein wird ist noch offen. In dem Artikel ist die Rede davon, dass weitere Plattformen später folgen sollen.

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Spieler fühlen sich betrogen und fordern Geld zurück

In den Kommentaren unter dem Blogeintrag zeigen die Unterstützer ihre Enttäuschung. "Ich wurde betrogen", schreibt ein User etwa. Andere merken ferner an, dass sie diese Entscheidung nicht in Ordnung finden und eine Rückerstattung beantragen werden, sollte das Spiel nicht auf Steam erscheinen. Vor der Ankündigung der Partnerschaft wurde Unterstützern nämlich versprochen, dass das Spiel sehr wohl auf der Valve-Plattform erscheint. Nun erscheint es wohl erst ein paar Monate beziehungsweise ein Jahr später, wie bisherige Deals mit Epic Games gezeigt haben.

mobius games

Epic Games vs. Steam

Der US-Konzern versucht mit zeitexklusiven Deals Valves Steam ordentlich Paroli zu bieten. So brüstet sich der Epic Games Store mit niedrigeren Gebühren, hinter den Kulissen dürften auch Sondervereinbarungen abgeschlossen werden. Steam war für Spieler lange Zeit primäre Anlaufstelle, um PC-Games zu kaufen. Dank riesiger Geldmengen durch das Battle-Royale-Game Fortnite und finanzkräftige Unterstützung vom chinesischen IT-Konglomerat Tencent, dürften immer mehr Nutzer gezwungenermaßen auf den Epic Games Store ausweichen. (red, 13.5.2019)