Foto: HANDOUT / Emirati National Media Council / AFP

Saudi-Arabien spricht von Sabotage an Öltanker

13. Mai 2019, 15:33

Die Angriffe soll schwere Schäden an vier Schiffen verursacht haben

Dubai/Kairo – Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind nach Angaben Saudi-Arabiens zwei saudische Öltanker Ziel eines Sabotageangriffs geworden. Das sei ein Versuch, weltweit die Sicherheit von Öllieferungen zu gefährden, erklärte der saudische Energieminister Khalid al-Falih am Montag laut der Nachrichtenagentur SPA. Die Attacke habe schwere Schäden verursacht, es habe aber keine Opfer gegeben und es sei kein Öl ausgelaufen.

Angaben zur Art des Angriffs und zum Angreifer wurden nicht gemacht. Insgesamt soll es vier Sabotageakte gegen zivile Handelsschiffe gegeben haben, hatten die VAE zuvor mitgeteilt. Einer der Tanker sollte mit saudischem Rohöl für Kunden in den USA beladen werden.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums nannte die Vorfälle "besorgniserregend und abscheulich" und forderte eine Untersuchung. Die Ölpreise zogen am Montag an.

Nicht bestätigt

Die nicht näher erläuterten Vorfälle gegen die vier Handelsschiffe hatten sich nach VAE-Angaben am Sonntag nahe dem Emirat Fujairah ereignet. Dieses liegt an der Ostküste der VAE an einer der wichtigsten Wasserstraßen für Öl- und Gasexporte, die die Golfstaaten und den Iran trennen.

Die internationale Gemeinschaft trage gemeinsam die Verantwortung, die Sicherheit von Öltankern zu schützen, um die Folgen solcher Vorfälle für die Energiemärkte zu mildern, sagte der saudische Energieminister. Die US-Seebehörde erklärte am Sonntag, die Ereignisse seien nicht bestätigt, und rief zugleich zur Vorsicht bei der Durchfahrt durch das Gebiet auf.

Erzrivale Iran

Die VAE zählen mehreren Staaten auf der Arabischen Halbinsel, die dem Golfkooperationsrat angehören. Auch Saudi-Arabien ist Mitglied der Organisation. Das Königreich ist Verbündeter der USA und Erzrivale des Iran, mit dem es um Einfluss in der Region ringt. Die USA haben kürzlich die Verlegung eines Flugzeugträgers und einer Bomberstaffel in den Nahen Osten angekündigt und dies mit Drohungen des Iran begründet. (Reuters, 13.5.2019)