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Hoeneß bestätigt Bayern-Trainer Kovac im Amt: "Gar keine Frage"

26. Mai 2019, 17:12

Niko Kovac holt am Ende seiner ersten, holprigen Saison bei Bayern München das Double – und erhält endlich die ersehnte Jobgarantie

Berlin/München – Nach der bewegenden Liebeserklärung des sichtlich gerührten Double-Coaches Niko Kovac an die 15.000 Bayern-Fans auf dem Münchner Marienplatz ließ sich auch der beseelte Patriarch Uli Hoeneß nicht mehr lumpen. "Es ist ja wohl gar keine Frage, dass unser Trainer nächste Saison Niko Kovac heißt", sagte der Präsident bei Sky Sport News HD. Der frischgebackene deutsche Meister und Pokalsieger gehe "hundertprozentig" mit dem Kroaten in die neue Saison, ergänzte Hoeneß bei der ARD. Es war die ersehnte Jobgarantie für Kämpfer Kovac nach einer aufreibenden ersten Saison beim kapriziösen FC Hollywood.

"Ich habe ihn nie infrage gestellt", sagte Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge über Kovac. Als er den Cupgewinnern bei seiner Bankettrede kurz vor ein Uhr nachts gedankt hatte, hatte Rummenigge den Coach noch geflissentlich übergangen. Kovac konnte es verschmerzen – erst recht nach dem klaren Bekenntnis am Sonntagnachmittag.

Was Kovac besser machen kann

"Ich freue mich jetzt auf den Urlaub, es war keine leichte Zeit", sagte er nach dem 3:0 (1:0) im packenden Endspiel gegen RB Leipzig. Hoeneß gab Kovac und seinem Team die Note "eins minus", Rummenigge sprach im Sitzungssaal des Münchner Rathauses von einer "anstrengenden, manchmal kuriosen Saison". Der Pokalsieg sei "wichtig, weil das Selbstverständnis von Bayern München ist, solche Finalspiele immer zu gewinnen." Dann würdigte er noch einmal die scheidenden Klublegenden Franck Ribery, der sich mit Tränen in den Augen von den Fans verabschiedete ("I love you!") und Arjen Robben ("Ich bleibe immer einer von euch!") sowie Rafinha: "Sie werden immer in unserem Herzen bleiben."

Keine Liebe, aber immerhin großen Respekt zeigten die Aussagen der Spieler über Kovac. Hoeneß nannte Mutmaßungen über Spannungen "Märchen", gab aber zu, dass sich der Coach im Moderieren von interner Unruhe noch "entwickeln kann". Die Bayern-Fans hatten Kovac schon in Berlin erneut hochleben lassen. Dieser verneigte sich vor dem Anhang in der Ostkurve, auch verbal. "Ich kann Euch gar nicht sagen, wie stolz ich auf Euch bin", rief er. (sid, 26.5.2019)