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Schiffsunglück in Budapest: Wrack auf Lastkahn verladen

11. Juni 2019, 15:51

Vier Personen weiterhin vermisst – Ermittlungen gegen Kapitän von Hotelschiff

Budapest– Das Wrack des gesunkenen Ausflugsdampfers "Nixe" ist am Dienstag mittels des Einsatzes eines Schiffskrans nach sieben Stunden Arbeit aus der Donau geborgen und auf einen Lastenkahn gehoben worden, berichtete die Ungarische Nachrichtenagentur MTI. Es soll nun laut Landespolizeipräsidium (ORFK) in den Freihafen der Budapester Donauinsel Csepel transportiert werden.

Dort soll es unter Einbeziehung von Experten aus Technik und Nautik sowie Vertretern der Staatsanwaltschaft untersucht werden. Bei der in den Morgenstunden begonnenen Bergungsaktion auf Höhe der Budapester Margaretenbrücke wurden vier Opfer der Schiffskatastrophe geborgen. Nach vier weiteren Personen wird noch gesucht. Auf Ersuchen des ungarischen Innenministers Sandor Pinter wurde die Anzahl der an der Suche beteiligten Polizisten verdoppelt, erklärte der ORFK-Sprecher Kristof Gal.

Rettungskräfte haben am Dienstag das Schiff geborgen.
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Bei den Bergungsarbeiten wäre es fast zu einem weiteren Unglück gekommen, da einer der Rettungskräfte in die Donau fiel. Der Mann hatte versucht, aus einem Schlauchboot auf die Rettungsplattform zu gelangen.

Wegen der starken Strömung erwies sich seine Bergung als äußerst schwierig, berichtete das Internetportal "index.hu". Bei der Suche nach den Opfern der Schiffskatastrophe waren spezielle Rettungshunde der Polizei zum Einsatz gekommen, die das Donauufer absuchten und dabei drei Leichen entdeckten, schrieben die Medien.

Ein Spezialkran kam zum Einsatz.
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Laut Gal gebe es im Zusammenhang mit dem Schiffsunglück bisher einen Verdächtigten, den ukrainischen Kapitän des Hotelschiffs "Sigyn", das mit dem Ausflugsdampfer kollidierte und diesen zum Sinken brachte.

Gegen den 64-Jährigen, der sich nach dem Zusammenstoß mit seinem Schiff vom Unfallort entfernte, wird wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge ermittelt. Bei der erneuten Inspizierung des Hotel-Cruisers durch die Polizei seien am Montag Beweise gefunden worden, die möglicherweise ein kompletteres Bild über die Geschehnisse darlegen.

Das Schiffswrack bei der Bergung.
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Auf dem Ausflugsdampfer befanden sich zum Zeitpunkt der Katastrophe am 29. Mai 33 südkoreanische Touristen und zwei Besatzungsmitglieder. Das kleine Schiff war von dem Hotel-Cruiser "Sigyn" auf Höhe der Budapester Margaretenbrücke gerammt worden.

Es sank innerhalb von Sekunden. Nur sieben Insassen überlebten. (APA, 11.6.2019)

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